Office-Lizenz prüfen: woran du eine saubere Gebrauchtlizenz erkennst
Vier Unterlagen entscheiden darüber, ob deine gebrauchte Office-Lizenz im Audit Bestand hat. Dazu: der Befehl, mit dem du den Lizenztyp auf deinem eigenen Rechner selbst nachprüfst.
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Kurze Antwort: Eine saubere gebrauchte Office-Lizenz erkennst du an vier Merkmalen: einer Rechnung mit ausgewiesener Mehrwertsteuer, einer dokumentierten Übertragungskette, der schriftlichen Bestätigung des Vorbesitzers über die Löschung seiner Kopie und einem Händler, der den Lizenztyp offen nennt. Nach der Installation lässt sich der Lizenzstatus zusätzlich über die Eingabeaufforderung prüfen.

Die vier Unterlagen, die du brauchst
Bevor du kaufst, solltest du wissen, was danach in deinem Ordner liegen muss. Diese vier Dokumente entscheiden im Ernstfall darüber, ob deine Lizenz Bestand hat:
- Rechnung mit ausgewiesener MwSt. – vorsteuerabzugsfähig und der formale Nachweis des Erwerbs.
- Dokumentation der Übertragungskette – wer die Lizenz ursprünglich erworben hat und über welche Stationen sie zu dir gelangt ist.
- Löschbestätigung des Vorbesitzers – die schriftliche Erklärung, dass die Software dort nicht weiter genutzt wird.
- Angabe des Lizenztyps – Volumenlizenz, Retail oder OEM, eindeutig benannt.
Fehlt eines dieser vier Stücke, ist der Preis nebensächlich – die Lizenz ist im Audit angreifbar.
So prüfst du den Lizenzstatus auf deinem Rechner
Nach der Installation kannst du selbst kontrollieren, welcher Lizenztyp tatsächlich aktiv ist. Öffne die Eingabeaufforderung als Administrator und wechsle in den Office-Installationsordner. Der Befehl cscript ospp.vbs /dstatus gibt den Lizenzstatus aus.
In der Ausgabe interessieren dich zwei Zeilen:
- LICENSE NAME – enthält bei Volumenlizenzen typischerweise den Zusatz VL oder Volume.
- LICENSE STATUS – sollte LICENSED lauten. Steht dort NOTIFICATIONS oder UNLICENSED, ist die Aktivierung nicht sauber durchgelaufen.
Weicht der angezeigte Lizenztyp von dem ab, was dir der Händler zugesichert hat, solltest du nachfragen und im Zweifel vom Kauf zurücktreten.
„Der Verkäufer hatte mir eine Volumenlizenz versprochen - der Befehl
cscript ospp.vbs /dstatuszeigte aber eine ganz andere Lizenzart an." Ein Käufer berichtet, wie er dank der Status-Prüfung rechtzeitig reklamierte und sein Geld zurückbekam, bevor er die Lizenz produktiv einsetzte.
Warnsignale beim Anbieter
- Der Preis liegt drastisch unter dem üblichen Marktniveau für diese Version.
- Der Lizenztyp wird nicht genannt oder auf Nachfrage ausweichend beantwortet.
- Es gibt keine deutsche Rechnung mit ausgewiesener Mehrwertsteuer.
- Der Anbieter sitzt außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums – dann greift die EuGH-Rechtsprechung nicht.
- Es wird ein einzelner Key aus einem größeren Volumenpaket verkauft, ohne dass die Aufteilung erklärt wird.
Was du im Audit tatsächlich vorlegst
Bei einem Lizenzaudit zählt nicht der Key, sondern die Nachweiskette. Geprüft wird, ob für jeden eingesetzten Arbeitsplatz eine gültige und passend lizenzierte Installation vorliegt. Die oben genannten vier Unterlagen decken genau das ab.
Ein häufiger Irrtum: Der Kaufbeleg allein genügt nicht. Ohne die Löschbestätigung des Vorbesitzers lässt sich nicht belegen, dass die Lizenz nur einmal im Einsatz ist.
Auf Nummer sicher gehen
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