Kaufratgeber 3 Min. Lesezeit · 01.08.2026

Office-Lizenz prüfen: woran du eine saubere Gebrauchtlizenz erkennst

Vier Unterlagen entscheiden darüber, ob deine gebrauchte Office-Lizenz im Audit Bestand hat. Dazu: der Befehl, mit dem du den Lizenztyp auf deinem eigenen Rechner selbst nachprüfst.

Office-Lizenz prüfen: saubere Gebrauchtlizenz erkennen
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    Kurze Antwort: Eine saubere gebrauchte Office-Lizenz erkennst du an vier Merkmalen: einer Rechnung mit ausgewiesener Mehrwertsteuer, einer dokumentierten Übertragungskette, der schriftlichen Bestätigung des Vorbesitzers über die Löschung seiner Kopie und einem Händler, der den Lizenztyp offen nennt. Nach der Installation lässt sich der Lizenzstatus zusätzlich über die Eingabeaufforderung prüfen.

    Vier Unterlagen fuer eine saubere Gebrauchtlizenz

    Die vier Unterlagen, die du brauchst

    Bevor du kaufst, solltest du wissen, was danach in deinem Ordner liegen muss. Diese vier Dokumente entscheiden im Ernstfall darüber, ob deine Lizenz Bestand hat:

    1. Rechnung mit ausgewiesener MwSt. – vorsteuerabzugsfähig und der formale Nachweis des Erwerbs.
    2. Dokumentation der Übertragungskette – wer die Lizenz ursprünglich erworben hat und über welche Stationen sie zu dir gelangt ist.
    3. Löschbestätigung des Vorbesitzers – die schriftliche Erklärung, dass die Software dort nicht weiter genutzt wird.
    4. Angabe des Lizenztyps – Volumenlizenz, Retail oder OEM, eindeutig benannt.

    Fehlt eines dieser vier Stücke, ist der Preis nebensächlich – die Lizenz ist im Audit angreifbar.

    So prüfst du den Lizenzstatus auf deinem Rechner

    Nach der Installation kannst du selbst kontrollieren, welcher Lizenztyp tatsächlich aktiv ist. Öffne die Eingabeaufforderung als Administrator und wechsle in den Office-Installationsordner. Der Befehl cscript ospp.vbs /dstatus gibt den Lizenzstatus aus.

    In der Ausgabe interessieren dich zwei Zeilen:

    • LICENSE NAME – enthält bei Volumenlizenzen typischerweise den Zusatz VL oder Volume.
    • LICENSE STATUS – sollte LICENSED lauten. Steht dort NOTIFICATIONS oder UNLICENSED, ist die Aktivierung nicht sauber durchgelaufen.

    Weicht der angezeigte Lizenztyp von dem ab, was dir der Händler zugesichert hat, solltest du nachfragen und im Zweifel vom Kauf zurücktreten.

    „Der Verkäufer hatte mir eine Volumenlizenz versprochen - der Befehl cscript ospp.vbs /dstatus zeigte aber eine ganz andere Lizenzart an." Ein Käufer berichtet, wie er dank der Status-Prüfung rechtzeitig reklamierte und sein Geld zurückbekam, bevor er die Lizenz produktiv einsetzte.

    Warnsignale beim Anbieter

    • Der Preis liegt drastisch unter dem üblichen Marktniveau für diese Version.
    • Der Lizenztyp wird nicht genannt oder auf Nachfrage ausweichend beantwortet.
    • Es gibt keine deutsche Rechnung mit ausgewiesener Mehrwertsteuer.
    • Der Anbieter sitzt außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums – dann greift die EuGH-Rechtsprechung nicht.
    • Es wird ein einzelner Key aus einem größeren Volumenpaket verkauft, ohne dass die Aufteilung erklärt wird.

    Was du im Audit tatsächlich vorlegst

    Bei einem Lizenzaudit zählt nicht der Key, sondern die Nachweiskette. Geprüft wird, ob für jeden eingesetzten Arbeitsplatz eine gültige und passend lizenzierte Installation vorliegt. Die oben genannten vier Unterlagen decken genau das ab.

    Ein häufiger Irrtum: Der Kaufbeleg allein genügt nicht. Ohne die Löschbestätigung des Vorbesitzers lässt sich nicht belegen, dass die Lizenz nur einmal im Einsatz ist.

    Auf Nummer sicher gehen

    Bei Firstsoft wird jede Lizenz vor dem Verkauf einzeln geprüft und mit vollständiger Dokumentation ausgeliefert. Sieh dir Office 2024 Home & Business oder Office 2024 Professional Plus an, oder stöbere in der gesamten Office-Auswahl.

    Die rechtlichen Grundlagen erklärt der Office-Ratgeber, die passende Edition findest du über den Vergleichsrechner.

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    Häufige Fragen

    Wie prüfe ich, ob meine Office-Lizenz aktiviert ist?
    Öffne die Eingabeaufforderung als Administrator, wechsle in den Office-Installationsordner und führe cscript ospp.vbs /dstatus aus. Unter LICENSE STATUS sollte LICENSED stehen.
    Woran erkenne ich eine Volumenlizenz?
    In der Ausgabe von ospp.vbs /dstatus enthält der Eintrag LICENSE NAME bei Volumenlizenzen typischerweise den Zusatz VL oder Volume.
    Reicht die Rechnung als Nachweis im Audit?
    Nein. Neben der Rechnung mit ausgewiesener Mehrwertsteuer brauchst du die dokumentierte Übertragungskette und die Bestätigung, dass der Vorbesitzer seine Kopie gelöscht hat.
    Was mache ich bei einem verdächtig günstigen Angebot?
    Frage nach dem Lizenztyp und der Herkunft. Kann der Anbieter die Übertragungskette nicht belegen oder sitzt er außerhalb des EWR, solltest du vom Kauf absehen.

    Über den Autor

    Titus Köttgen

    Titus Köttgen hat an der Universität St. Gallen (HSG) studiert und ist heute bei McKinsey & Company tätig. Mit seiner Expertise in Strategie und Unternehmensberatung unterstützt er FirstSoft als Advisor - bei uns ist er der Experte für Office-Software.