Ratgeber 4 Min. Lesezeit · 13.09.2026

Office 2021 Support-Ende am 13. Oktober 2026: was jetzt zu tun ist

In wenigen Wochen endet der Support für Office 2021. Was das konkret bedeutet, wer wirklich handeln muss und was der Wechsel auf Office 2024 kostet – durchgerechnet.

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    Kurze Antwort: Am 13. Oktober 2026 endet der Support für Microsoft Office 2021. Die Software läuft danach unverändert weiter, bekommt aber keine Sicherheitsupdates mehr. Wer Office beruflich auf einem Rechner mit Internetzugang einsetzt, sollte den Wechsel auf Office 2024 jetzt einplanen – dort laufen die Updates bis Oktober 2029. Der Aufpreis beträgt je nach Edition zwischen 22 und 153 €.

    Was am 13. Oktober 2026 passiert

    Nichts Sichtbares. Word öffnet weiter Dokumente, Excel rechnet weiter, die Lizenz bleibt gültig und verfällt nicht. Es ist eine Dauerlizenz, daran ändert das Support-Ende nichts.

    Was aufhört, ist die monatliche Updateversorgung:

    • Keine Sicherheitsupdates mehr. Neu entdeckte Lücken in Word, Excel, Outlook und PowerPoint werden nicht mehr geschlossen – aber weiterhin öffentlich dokumentiert.
    • Kein technischer Support von Microsoft.
    • Keine Kompatibilitätsanpassungen an neue Windows-Versionen oder geänderte Dateiformate.

    Wie dringend ist das wirklich?

    Das hängt vollständig vom Einsatzszenario ab. Ehrlich eingeordnet:

    Situation Dringlichkeit
    Gewerblicher Arbeitsplatz, E-Mail-Empfang, Kundendaten hoch – jetzt wechseln
    Privater Rechner mit Internetzugang mittel – in den nächsten Monaten
    Offline-Rechner, Labor, Fertigung, Zweitgerät gering – kann bleiben

    Der kritische Punkt sind Office-Dokumente aus E-Mails. Präparierte Word- und Excel-Dateien sind seit Jahren einer der häufigsten Angriffswege in kleine Unternehmen. Solange Microsoft patcht, wird diese Tür laufend wieder zugemacht. Ab Mitte Oktober bleibt sie offen.

    Für Betriebe kommt ein zweiter Punkt dazu: Wer personenbezogene Daten verarbeitet, muss nach DSGVO Maßnahmen nach dem Stand der Technik treffen. Software ohne Sicherheitsupdates lässt sich in einer Prüfung schwer begründen.

    Was der Wechsel kostet

    Office 2024 ist die letzte Generation, die es als Dauerlizenz gibt. Der Aufpreis gegenüber der jeweiligen 2021er-Edition:

    Edition Office 2021 Office 2024 Aufpreis
    Standard 168,99 € 286,99 € 118,00 €
    Home & Business 214,99 € 236,99 € 22,00 €
    Professional Plus 174,99 € 327,99 € 153,00 €

    Besonders deutlich ist der Fall bei Home & Business: Für 22 € Aufpreis bekommst du drei zusätzliche Jahre Sicherheitsupdates. Das sind rund 61 Cent pro Monat Absicherung. Wer ohnehin vor der Entscheidung steht, sollte hier nicht lange rechnen.

    Umgerechnet auf die verbleibende Update-Laufzeit sieht es so aus: Office 2021 hat ab heute noch etwa einen Monat im Support, Office 2024 noch 37 Monate. Der Preis pro Monat mit Sicherheitsupdates liegt damit bei Office 2024 um ein Vielfaches niedriger, obwohl die Lizenz teurer ist.

    Welche Edition passt?

    • Office 2024 Home & Business (236,99 €) – Word, Excel, PowerPoint, Outlook und OneNote. Die richtige Wahl für Selbstständige, Homeoffice und kleine Teams.
    • Office 2024 Standard (286,99 €) – dieselben Programme ohne OneNote, dafür als Volumenlizenz. Sinnvoll ab etwa fünf gleichartigen Arbeitsplätzen.
    • Office 2024 Professional Plus (327,99 €) – zusätzlich Access und Publisher. Nur dort, wo mit Datenbanken oder Satzarbeit gearbeitet wird.

    Der Aufpreis auf Professional Plus lohnt sich selten fürs ganze Team. Eine gemischte Ausstattung ist fast immer günstiger – dazu mehr im Artikel Wie viele Office-Lizenzen brauchst du wirklich?

    Was mit Microsoft 365 ist

    Das Abo bekommt Sicherheitsupdates, solange es läuft – das ist der eine echte Vorteil gegenüber jeder Dauerlizenz. Dafür zahlst du dauerhaft. Über fünf Jahre liegt ein Einzelabo bei rund 350 bis 500 € gegenüber einmalig 236,99 € für Office 2024 Home & Business. Die vollständige Rechnung steht im Artikel Office ohne Abo: die echten Kosten über fünf Jahre.

    So läuft der Umstieg ab

    1. Alte Office-Version vollständig deinstallieren und den Rechner neu starten.
    2. Office 2024 über den mitgelieferten Downloadlink installieren.
    3. Lizenzschlüssel eingeben und aktivieren.

    Deine Dateien bleiben dabei unberührt – sie liegen im Dateisystem, nicht in der Anwendung. Outlook-Postfächer werden beim ersten Start neu eingebunden; bei einem POP3-Konto vorher die PST-Datei sichern. Wenn die Aktivierung hakt, hilft der Artikel Office-Aktivierung schlägt fehl.

    Und wenn du nichts tust?

    Office 2021 läuft weiter, auf unbestimmte Zeit. Es gibt keine Zwangsabschaltung, keine Aktivierungssperre, kein Ablaufdatum. Du triffst also keine Entscheidung gegen ein Ultimatum, sondern eine Risikoabwägung.

    Für einen Offline-Rechner in der Werkstatt ist die Antwort klar: bleiben. Für den Arbeitsplatz, an dem täglich Rechnungen und Angebote aus fremden Postfächern geöffnet werden, genauso klar: wechseln.

    Kurz gefasst

    Das Support-Ende von Office 2021 ist kein Notfall, aber ein guter Zeitpunkt für eine bewusste Entscheidung. Bei Home & Business kostet die Absicherung für drei weitere Jahre 22 € – das ist die einfachste Rechnung in diesem ganzen Artikel.

    Alle Editionen findest du auf der Office-2024-Seite. Welche zu dir passt, zeigt der Vergleichsrechner; alle Hintergründe zu Lizenztypen und Rechtslage stehen im Office-Ratgeber.

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    Über den Autor

    Titus Köttgen

    Titus Köttgen hat an der Universität St. Gallen (HSG) studiert und ist heute bei McKinsey & Company tätig. Mit seiner Expertise in Strategie und Unternehmensberatung unterstützt er FirstSoft als Advisor - bei uns ist er der Experte für Office-Software.