SQL Server Lizenzierung: Server+CAL oder Core-basiert?
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Kurze Antwort: Microsoft SQL Server lässt sich auf zwei Arten lizenzieren: Server+CAL (eine Server-Lizenz plus CALs pro Nutzer oder Gerät) oder Core-basiert (alle physischen Kerne des Servers werden lizenziert, ohne CALs). Server+CAL lohnt sich bei wenigen bekannten Nutzern, Core-basiert bei vielen oder unbekannten Zugreifenden - etwa bei internetbasierten Anwendungen. Die Schwelle liegt bei rund 25 Nutzern.

Modell 1: Server + CAL
Du kaufst eine SQL-Server-Lizenz und zusätzlich eine CAL pro Nutzer oder Gerät, das darauf zugreift - genau wie bei Windows Server. Das Modell eignet sich, wenn die Zahl der Zugreifenden klein und bekannt ist.
Modell 2: Core-basiert
Statt CALs lizenzierst du alle physischen Kerne des Servers. Dafür entfällt die CAL-Zählung komplett - egal ob 10 oder 10.000 Nutzer zugreifen. Microsoft schreibt eine Mindestabnahme von 4 Kernen pro Prozessor vor, auch bei Prozessoren mit weniger Kernen. Wir verkaufen die Kerne im 2-Core-Paket, die kleinste zulässige Bestellung sind also zwei Pakete.
Wann lohnt sich welches Modell?
| Server + CAL | Core-basiert | |
|---|---|---|
| Geeignet für | wenige, bekannte Nutzer | viele oder unbekannte Nutzer |
| Typisches Szenario | internes Fachanwendungs-Backend | internetbasierte Anwendung, Kundenportal |
| CALs nötig | ja | nein |
| Preis bei uns (SQL 2022 Standard) | 555,99 € je Server | 3.429,99 € je 2-Core-Paket |
Rechenbeispiel: wo die Schwelle liegt
Acht interne Nutzer. SQL Server 2022 Standard in der Server/CAL-Variante für 555,99 €, dazu zwei 5er-Pakete User-CALs zu je 574,95 €. Zusammen rund 1.706 €.
Derselbe Server core-basiert. Ein Vier-Kern-Prozessor braucht zwei 2-Core-Pakete zu je 3.429,99 €, also 6.860 € – ohne jede CAL.
Bei acht Nutzern ist Server/CAL damit klar günstiger. Die Rechnung dreht sich erst bei rund 25 bis 30 Nutzern, oder sofort, wenn die Zugreifenden gar nicht zählbar sind: Eine Website mit wechselnden, nicht namentlich bekannten Besuchern lässt sich überhaupt nicht sinnvoll über CALs lizenzieren. Dort ist Core-basiert praktisch alternativlos.
„Wir hatten SQL Server ursprünglich mit CALs für unsere zwölf Mitarbeiter lizenziert - als dann ein Kundenportal mit offenem Zugang dazukam, war klar, dass wir auf Core-basiert umstellen mussten." Ein IT-Leiter beschreibt, wie sein Unternehmen bei wachsender Nutzerzahl von der CAL-Zählung auf ein Modell ohne Nutzerlimit wechselte.
Welcher Jahrgang?
Wir führen SQL Server Standard in den Jahrgängen 2017, 2019, 2022 und 2025, jeweils in beiden Lizenzmodellen. Der Preisunterschied ist erheblich:
| Version | Server/CAL | 2-Core-Paket |
|---|---|---|
| SQL Server 2017 | 114,99 € | 1.869,99 € |
| SQL Server 2019 | 454,99 € | 2.199,99 € |
| SQL Server 2022 | 555,99 € | 3.429,99 € |
| SQL Server 2025 | 887,99 € | 3.999,99 € |
Wichtig: CALs müssen mindestens so neu sein wie der Server. Eine SQL-2019-CAL berechtigt nicht zum Zugriff auf einen SQL Server 2022.
Standard oder Enterprise?
Core-basierte Lizenzierung gibt es bei Microsoft sowohl für Standard als auch für Enterprise. Enterprise lohnt sich erst bei sehr großen Datenmengen, Always-On-Verfügbarkeitsgruppen mit mehreren Replikaten oder Data-Warehouse-Lasten – und kostet ein Vielfaches. Für kleine und mittlere Unternehmen reicht Standard praktisch immer aus, deshalb führen wir ausschließlich die Standard Edition. Wer Enterprise wirklich braucht, meldet sich am besten direkt bei uns – wir prüfen die Verfügbarkeit im Einzelfall.
Fazit
Zähle deine Nutzer: Sind es wenige und bekannte, ist Server+CAL deutlich günstiger. Bei vielen oder unbekannten Zugreifenden führt an der Core-basierten Lizenzierung kaum ein Weg vorbei. Unser gesamtes SQL-Server-Sortiment zeigt beide Lizenzmodelle, die passenden Zugriffslizenzen findest du unter Zugriffslizenzen.